Der Weg des geringsten Widerstandes: Erfurt kürzt erneut im Bereich Soziales und Kultur


Die Wirtschaftskrise hat, wie erwartet, auch in Erfurt für klamme Kassen gesorgt. Deshalb werden aktuell im Stadtrat Möglichkeiten beraten, um das bestehende Haushaltsdefizit in den Griff zu bekommen.

Hierzu legte die Verwaltung nun einen Sparentwurf vor, welcher massive Kürzungen im Bereich Kultur vorsieht. So werden dem Theater 250.000 Euro und dem Zoo 300.000 Euro ihrer Mittel gestrichen. Doch auch im Bereich Soziales sollen größere Einschnitte vorgenommen werden.

Dem Familienzentrum Anger droht nach dem aktuellen Sparplan die Schließung. Das würde den Wegfall von Betreuungsmöglichkeiten, Familientreffs und mehreren Sportkursen bedeuten.

Die PIRATEN Erfurt hegen große Bedenken gegen diese Teile der Sparmaßnahmen des Stadtrates und geben zu Bedenken, dass mit den Kürzungen am Theater und am Zoo automatisch an den potentiellen Touristischen Einrichtungen der Stadt, welche zahlende Gäste anziehen, gespart wird. Eine Einschränkung des Kulturangebots findet hierdurch zusätzlich noch statt.
Die Kürzungen im Bereich Soziales werden als noch viel schlimmer angesehen, denn bei zunehmenden Streichungen von Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche, wird zum einen die Jugendkriminalität gefördert und zum anderen werden die Jugendlichen in ihren Betreuungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten beschnitten.

Alles in allem führen Kürzungen in beiden Bereich zu einer abnehmenden Attraktivität der Stadt Erfurt für eventuelle neue Bürger, darunter auch viele Studenten. Können wir Erfurter uns das wirklich leisten?